Zur optimalen Darstellung verwenden Sie die Seite bitte im Hochformat
und legen sie als App auf Ihrem Homescreen ab.

BAG Selbsthilfe Jahresspiegel 2020:

Legen Sie sich unsere Seite am besten als App auf Ihrem Homescreen ab, dann sind wir mit einem Klick erreichbar. Wie das geht?

Unter iOS:

  • Rufen Sie im Safari unsere Seite auf.
  • Tippen Sie anschließend auf das Teilen-Icon.
  • Wählen Sie „Zum Homebildschirm“.
  • Tippen Sie abschließend auf „Hinzufügen“.

Unter Android:

  • Öffnen Sie eine gewünschte Seite im Chrome-Browser.
  • Tippen Sie auf die drei kleinen Punkte, um das Menü zu öffnen.
  • Wählen Sie „Zum Startbildschirm hinzufügen“ aus.
  • Beim erstmaligen Öffnen auf dem Home Bildschirm erhalten Sie eine erneute Cookie Abfrage.

Was ist Selbsthilfe?

Selbsthilfe ist von dem Prinzip getragen, dass sich Menschen mit chronischen Erkrankungen oder Behinderungen sowie deren Angehörigen gegenseitig im Umgang mit der Erkrankung/Behinderung unterstützen und dass diese Menschen ihre gemeinsamen Interessen auch nach außen hin gegenüber Politik und Gesellschaft vertreten.

Darüber hinaus stellen viele Selbsthilfegruppen und Selbsthilfeorganisationen auch Informations- und Beratungsangebote für Menschen zur Verfügung, die sich selbst nicht in der Selbsthilfe organisieren wollen. Manche Selbsthilfegruppen und -organisationen schaffen auch eigene Versorgungsangebote, wie z. B. Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen oder Kurse, wenn derartige Angebote im Versorgungssystem fehlen.

Die gesundheitsbezogene Selbsthilfe basiert auf dem freiwilligen Zusammenschluss von Menschen, die eine chronische Erkrankung oder Behinderung haben oder als Angehörige betroffen sind. Charakteristisch ist dabei ein regelmäßiger und vor allem selbstbestimmter Austausch über den Umgang mit der chronischen Erkrankung oder Behinderung, um die persönliche Lebensqualität zu verbessern.

Fast jeder hat schon einmal davon gehört, dass es Selbsthilfegruppen gibt. Für viele verbindet sich damit das Gefühl, dass es sich da um verschworene Gemeinschaften handelt, die merkwürdige Rituale pflegen. Der Stuhlkreis ist ein solches Ritual, das jeder vor Augen hat, wenn von Selbsthilfegruppen die Rede ist. Selbsthilfe kann aber so vieles sein! Beispielsweise eine Gesprächsrunde, ein aufmunterndes Gespräch am Telefon, gemeinsame Ausflüge mit Gleichbetroffenen, das Treffen bei Veranstaltungen oder der Kontakt mit anderen Gruppen.

Selbsthilfe ist aber in jedem Fall der Austausch von Erfahrungen und Informationen, gegenseitige Unterstützung, Solidarität und oft auch jahrelange Freundschaft.

Schon wird klar, dass Selbsthilfe eine Gemeinschaft bedeutet, die jeden stark machen kann und die eben durch das Miteinander eine starke Stimme gerade für chronisch kranke und behinderte Menschen und ihre Angehörigen ist.

Darüber hinaus ist Selbsthilfe auch politische Interessenvertretung und bietet auch Unterstützung und Beratung. 

So hat die Selbsthilfebewegung bereits viel in Deutschland erreicht. Die gesundheitsbezogene Selbsthilfe hat sich zu einer wichtigen Säule im Gesundheitswesen entwickelt. Neben ihrer Rolle im Gesundheitswesen ist die Selbsthilfe aber auch die treibende Kraft zur Stärkung der Rechte behinderter Menschen, indem sie unter anderem für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland kämpft.

Selbsthilfegruppen und -organisationen bieten aber auch eine Vielzahl an Unterstützungs- und Beratungsangeboten für jeden Einzelnen an. Dies reicht von Broschüren, Beratungsangeboten, Workshops bis hin zur Unterstützung, Behandlung und Förderung in eigenen Einrichtungen der Selbsthilfeverbände. Aber auch dort gilt: Die Betroffenen haben das Sagen, ganz nach dem Motto: „Nichts über uns ohne uns!“

Es lohnt sich daher, sich etwas näher mit der Selbsthilfe zu beschäftigen.

Selbsthilfe. Die Merkmale.

  • Auf die gesundheitsbezogene Selbsthilfe in Deutschland treffen unter anderem folgende Merkmale zu:
  • Freiwilliger Zusammenschluss von Menschen mit einer chronischen Erkrankung oder Behinderung und/oder von deren Angehörigen
  • Selbstbestimmter Informations- und Erfahrungsaustausch in den Gruppen ohne fachliche Anleitung; die Betroffenen sind ganz unter sich (manchmal werden aber durchaus Experten wie Ärzte oder Therapeuten punktuell für Fachvorträge oder Ähnliches hinzugezogen)
  • Gegenseitige emotionale Unterstützung und Motivation
  • Die Menschen in Selbsthilfegruppen nehmen ihr Schicksal selbst in die Hand, überwinden gemeinsam mit anderen Betroffenen ihre spezifischen Probleme und übernehmen Verantwortung für ihre eigene Lebenssituation
  • Mitglieder von Selbsthilfegruppen sind Experten in eigener Sache und verfügen gemeinsam über ein hohes Maß an „Laienkompetenz“
  • Nutzen von Erfahrungen anderer Betroffener und Weitergabe eigener Erfahrungen
  • Selbsthilfe auf Gruppenebene basiert in erster Linie auf freiwilligem Engagement / Ehrenamt
  • Bereitstellung von Informations- und Beratungsangeboten für Mitglieder der Selbsthilfegruppen und andere Betroffene
  • Politische und gesellschaftliche Interessenvertretung
  • Wahrung der Neutralität und Unabhängigkeit gegenüber anderen Akteuren im Gesundheitswesen
  • Die gesundheitsbezogene Selbsthilfe unterstützt mit ihren Angeboten und Aktivitäten die professionellen Angebote des Gesundheitswesens, schließt Versorgungslücken und ist ein wichtiger Bestandteil der deutschen Gesundheitslandschaft
  • Erzielung von wirtschaftlichen Gewinnen ist ausgeschlossen