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BAG Selbsthilfe Jahresspiegel 2020:

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Deutsche Tinnitus-Liga e. V.
Bundesorganisation

Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL)

Was ist Tinnitus?

Tinnitus – abgeleitet vom lateinischen Wort „tinnire“ = klingeln – ist der medizinische Fachausdruck für die alltagssprachlichen Begriffe „Ohrensausen“ und „Ohrgeräusche“. Jeder Vierte in Deutschland hat irgendwann einmal Erfahrungen mit Tinnitus gemacht, darunter auch viele Jugendliche. Es gibt keine äußere Schallquelle und nur der Betroffene kann diese Geräusche in einem oder beiden Ohren oder im Kopf hören. Sie treten in unterschiedlicher Form auf: als Pfeifen, Rauschen, Summen, Zischen, Hämmern, Knarren, Klopfen, Klingeln oder Melodien. Tinnitus wird vor allem in der oft angstbesetzten Anfangsphase als störend und quälend empfunden. Meist wird er irgendwann zur erträglichen Begleiterscheinung des Alltags.

Dennoch: Von rund 4,5 Millionen chronisch Betroffenen in Deutschland leiden mindestens 1,5 Millionen darunter, zumal oft beispielsweise Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten, Ängste, Arbeits- und Berufsunfähigkeit den Tinnitus begleiten. Viele Menschen verstehen den Tinnitus aber auch als eine Botschaft von Körper und Seele und beginnen, ihr Leben beziehungsweise ihren Lebensstil zu hinterfragen.

Ursachen

Tinnitus ist keine Krankheit, sondern vor allem ein Symptom, das sich aber verselbstständigen kann. Unbewältigter Stress, einschneidende Lebenssituationen oder psychische Probleme sind oft die Ursache. Der Hauptauslöser liegt bei 30 Prozent der Fälle in starker Lärmbelästigung, vor allem am Arbeitsplatz sowie zunehmend auch durch zu laute MP3-Player und Konzert-/Diskothekbeschallung. In der aktuellen Forschung geht man davon aus, dass Ohrgeräusche erst durch eine mangelhafte, oft wiederherstellbare Filterwirkung des Gehirns wahrgenommen werden.

Heilungschancen

Bei sofort eingeleiteten Maßnahmen stehen die Chancen gut, dass die Ohrgeräusche verschwinden. Schlagen die Maßnahmen nicht an oder werden sie zu spät veranlasst, lässt sich oft zumindest der Leidensdruck vermindern, sodass der Tinnitus die Betroffenen nicht mehr beeinträchtigt oder sie Erleichterung erfahren. Dabei hat die Psychotherapie einen hohen Stellenwert. Vor allem etabliert sich zurzeit mit der Tinnitus-Retraining-Therapie, bei der Arzt, Akustiker und Psychotherapeut zusammenwirken, eine Methode, die den Tinnitus bestmöglich abschwächen und den Betroffenen eine Aussöhnung mit ihm ermöglichen soll.

Aktuelles bei der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. (DTL)

Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) wurde 1986 von neun Betroffenen in Wuppertal gegründet und hat derzeit rund 13.000 Mitglieder. Es gibt rund 80 von ihr gegründete und/oder betreute Selbsthilfegruppen in Deutschland sowie ein Netz von Beratern (80 geschulte Ehrenamtliche) und Telefonpartnern. Seit mehreren Jahren werden die Gruppensprecher regelmäßig geschult, um die Qualität der Arbeit der DTL zu sichern. Jedes Jahr treffen sich die Ehrenamtlichen der Deutschen Tinnitus-Liga, um Erfahrungen auszutauschen und sich fortzubilden. Außerdem veranstaltet die DTL regelmäßig Arzt-Patienten-Seminare und beteiligt sich aktiv an Symposien zum Thema Tinnitus. Mit anderen Selbsthilfe-Organisationen aus dem Bereich Hörbeeinträchtigungen wird eine noch engere Zusammenarbeit angestrebt, um sich gegenseitig zu fördern.

Die Aufgaben der DTL

  • Förderung von örtlichen/regionalen Zusammenschlüssen ihrer Mitglieder (Selbsthilfegruppen) und von öffentlichen Zusammenkünften von Interessenten (Seminare)
  • Information über den Forschungsstand, Therapiemöglichkeiten und Wissenswertes rund um die Themen Hören, Tinnitus, Hörsturz, Morbus Menière und Hyperakusis in der Mitgliederzeitschrift „Tinnitus-Forum“, die sich an Betroffene sowie Fachleute richtet und viermal im Jahr in einer Auflage von 18.000 Stück erscheint; Veröffentlichung von Broschüren zu wichtigen Themen
  • Zusammenführung von Fachleuten (ca. 800 Ärzte, Psychologen und Hörgeräteakustiker) in Arbeitskreisen und Seminaren sowie durch Fördermitgliedschaften
  • Verbesserung von Aufklärung, Problembewusstsein und Vorbeugung durch intensive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
  • Bundesweite Aktionen zum jährlichen internationalen „Tag gegen Lärm“
  • Teilnahme an der Messe RehaCare in Düsseldorf
  • Schulung der Ehrenamtlichen
  • Pflege von engen internationalen Beziehungen, regelmäßiger Erfahrungsaustausch mit Organisationen im Ausland
  • Mitgliederberatung in fachlichen/sozialrechtlichen Fragen, unabhängige Bewertungs- und Entscheidungshilfen bei Therapie-/Klinikwahl.

Kontaktadresse:

Am Lohsiepen 18
42369 Wuppertal

Telefon: 0202 24652 0
Fax: 0202 24652 20
E-Mail: dtl@tinnitus-liga.de
Internet: http://www.tinnitus-liga.de

DTL-Info-Telefon (Beispiele von Ohrgeräuschen hören):

0202 24652-72

 

Spendenkonto:

BFS Köln

IBAN: DE10 3702 0500 0007 0891 00
BIC: BFSWDE33