Deutsche DepressionsLiga e. V.
Bundesweite Patientenvertretung für Menschen mit Depression
Depression – eine Erkrankung, die abschreckt. Sie ist diffus, nicht vorstellbar für Menschen, die damit noch keine Berührung hatten. Sie macht auch ein bisschen Angst: „Könnte es mir auch so gehen, ich bin ja auch nicht immer gut drauf?“ Oder trifft auf Unverständnis: „Soll sich nicht so anstellen!“ Das Tabu, dem generell psychische Erkrankungen unterliegen, ist groß in unserer Gesellschaft und noch immer haftet den Betroffenen das Stigma „Schwächling“ an, auch wenn der Begriff „Burnout“ statt „Erschöpfungsdepression“ dies ein wenig gemildert hat.
Obwohl es mittlerweile sehr gute Behandlungsmöglichkeiten gibt, erhalten viele Betroffene noch immer nicht rechtzeitig die Unterstützung, die sie benötigen. Lange Wartezeiten auf Psychotherapie, regionale Versorgungsunterschiede, Angst vor Stigmatisierung und gesellschaftliche Vorurteile erschweren vielen Menschen den Weg in eine angemessene Behandlung.
Unter dem Motto „Zurück ins Leben“ arbeiten Vorstand und Mitglieder der Deutschen DepressionsLiga e. V. ehrenamtlich für ihre Ziele: Aufklärung über die Krankheit Depression und Entstigmatisierung der Erkrankten. Sie bieten Hilfe und Selbsthilfe für Betroffene und vertreten die Interessen Betroffener gegenüber Politik, Gesundheitswesen und Öffentlichkeit. Die Deutsche DepressionsLiga e. V. ist satzungsgemäß unabhängig von der Pharmaindustrie oder sonstigen Interessengruppen.
Die Gründungsmitglieder lernten sich in einem Diskussionsforum des Kompetenznetzes Depression zunächst virtuell kennen. Bei verschiedenen Präsenztreffen wurde in vielen Gesprächen deutlich, wie wohltuend der Austausch unter Betroffenen ist, aber auch, wie schwer es ist, mit dieser Erkrankung zu leben in einer Gesellschaft, die überwiegend nichts darüber weiß oder unzutreffende Vorstellungen davon hat.
So entstand 2009 die Idee, sich aus eigenen Kräften für die Belange der Betroffenen einzusetzen und eine bundesweite Interessenvertretung zu gründen, die es bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht gab.
Gemeinsam gegen Stigmatisierung – Angebote und Projekte
- Die Website – valide Informationen über Depressionen sowie vielfältige Informations- und Unterstützungsangebote.
- Der Newsletter – Aktuelle Informationen rund um die Erkrankung und psychische Gesundheit, die auch in Fachkreisen hohes Ansehen genießen.
- Die Patientenbroschüre – Informationen für Erkrankte und interessierte Menschen in deren Umfeld.
- Workshops und Vorträge zum Thema Depression - Mitglieder der Liga informieren diverse Zielgruppen zum Umgang mit Erkrankten.
- Der Patientenkongress – Gemeinsam mit der Stiftung Deutsche Depressionshilfe & Suizidprävention veranstalteten wir von 2011 bis 2024 insgesamt siebenmal den bundesweiten Patientenkongress Depression. Seit 2026 bringen wir unsere Betroffenenperspektive als teilnehmende Organisation in den Patientenkongress ein.
- Selbsthilfetagungen und Thementage - Seit 2025 veranstalten wir eigene Thementage und Selbsthilfetagungen von Betroffenen für Betroffene, Angehörige und Interessierte.
- Online-Workshops und Kurse für Mitglieder, z. B. virtuelle Recovery-Kurse, traumasensitives Yoga, Großformatiges Malen, Schreibworkshops, Achtsamkeit und Selbstfürsorge.
- Online-Schulungen für (angehende) Leiterinnen und Leiter von DDL-Selbsthilfegruppen.
- Schulprojekte zur Aufklärung über Depression und psychische Gesundheit, darunter der Workshop „Wer hat Angst vorm Schattenhund?“ sowie die Kino- und Bustour zu unserem Roadmovie „Expedition Depression“.
- Virtuelle und regionale Selbsthilfegruppen sowie virtuelle Austauschformate für Mitglieder, z. B. “DDLmeeteinander”.
- Die virtuelle Peer-Beratung – geschulte Mitglieder der DepressionsLiga unterstützen Betroffene ehrenamtlich durch die Weitergabe ihrer eigenen Erfahrungen im Umgang mit der Erkrankung.
- Literaturempfehlungen sowie Buchprojekte wie zur Aufklärung und Entstigmatisierung.
- Aufklärungs- und Sensibilisierungskampagnen zu Depression und psychischer Gesundheit.
Wir setzen uns für Sie ein
- Wir stärken Betroffene und setzen uns für ihre Rechte ein.
- Wir kämpfen gegen Stigmata und für den Abbau von gesellschaftlichen Vorurteilen und Barrieren.
- Wir fordern eine angemessene gesundheitliche Versorgung und Unterstützung.
- Wir beraten Betroffene, andere Fachleute und Entscheidungsträger.
Denn: Als Depressionserfahrene sind wir Experten in eigener Sache!
Unser Ziel
Durch die Vermittlung von Wissen über die behandelbare Erkrankung Depression möchten wir dazu beitragen, dass sie als ernstzunehmende Erkrankung ebenso selbstverständlich anerkannt wird wie körperliche Erkrankungen. Denn wo Vorurteile und Stigmatisierung schwinden, müssen Menschen mit Depressionen ihre oft begrenzte Kraft nicht für Scham oder Selbstvorwürfe aufwenden, sondern können sie für ihren persönlichen Weg der Bewältigung und Genesung nutzen.
Kontaktadresse:
Oppelner Straße 130
53119
Bonn
| Telefon: | 0228 24065772 |
| Fax: | 0228 92934782 |
| E-Mail: | kontakt@depressionsliga.de |
| Internet: | https://www.depressionsliga.de |
Postanschrift
Deutsche DepressionsLiga e. V.
Postfach 210166
53156 Bonn
Deutschland
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