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BAG Selbsthilfe Jahresspiegel 2020:

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Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener Deutschland e. V.
Bundesorganisation

Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V.

Der 1992 gegründete Bundesverband Psychiatrie- Erfahrener e. V. (BPE) hat mittlerweile ca. 950 Mitglieder. In 11 Landesorganisationen und etwa 200 lokalen Gruppen arbeiten ca. 3.000 weitere Psychiatrie-Erfahrene mit dem BPE zusammen. Die Mitglieder des BPE wollen vor allem eines: Menschenrechte auch für Menschen mit psychiatrischer Diagnose.

Aufgaben und Ziele

Der BPE fordert die völlige Abschaffung jeglichen Zwangs in der Psychiatrie. Psychiatrische Gewalt gegen seelisch oder sozial Leidende muss genau so geächtet werden wie Männergewalt gegen Frauen oder Kinder. Auf diesem Weg wurden in 2011 zwei Urteile des Bundesverfassungs-gerichts und in 2012 ein Urteil des Bundesgerichtshofs erfochten, die bundesweit die Möglichkeit der Psychiater zwangszubehandeln stark einschränken. In Baden-Württemberg gibt es zurzeit (Juli 2012) keinerlei legale Möglichkeit zur Zwangsbehandlung. Die ärztliche Arroganz missachtet in der Hoffnung auf Kumpanei der unteren Gerichte zwar noch diese Rechtslage, doch hat es auch bei Vergewaltigung und Kindesmissbrauch Jahrzehnte gebraucht, bis die gesetzlich verbotene Gewalt von Gerichten verfolgt wurde.

Ein wichtiges Instrument in unserem Kampf, Rechte wie alle Anderen zu bekommen, ist die von Deutschland ratifizierte UN-Behindertenrechtskonvention. Sie verbietet in Art. 14 Einsperren auf Grund einer Behinderung. Wir finden PsychischKrankenGesetze so grundrechtswidrig wie alle Sondergesetze.

Meinungsvielfalt im BPE

Im BPE haben unterschiedliche psychiatriepolitische Vorstellungen Platz. Ein Teil der Mitglieder will vorrangig eine verständnisvollere Psychiatrie. Sie wünschen hilfreiche therapeutische Gespräche, die derzeit allgemein vermisst werden. Ein anderer Teil der Mitglieder sieht sein Hauptinteresse im Aufbau nichtpsychiatrischer Hilfen im Rahmen der Selbsthilfe sowie in der Sicherung der Menschenrechte als Schutz vor psychiatrischen Übergriffen. Grundlage beider Strömungen ist Respekt vor dem Willen jedes einzelnen Menschen. Veränderung in Richtung auf mehr Humanität, sinnvolle Alternativen, rechtliche Gleichstellung und bessere Lebensbedingungen sind Ziel beider Strömungen.

Initiativen

Anlaufstellen von Psychiatrie-Erfahrenen für Psychiatrie-Erfahrene bestehen in Bochum, Köln, Hamburg, Hannover, Erfurt und München. Unser Landesverband NRW erzwang Dezember 2011 Sitzwachen bei Fixierungen (= ans Bett fesseln, dauert manchmal Wochen).

  • Psychoseminare als gleichberechtigter trialogischer Erfahrungsaustausch
  • Unabhängige Beschwerdestellen Psychiatrie
  • Deutsches Stimmenhörer-Netzwerk
  • Forschungsprojekt „Psychose- und Depressionserfahrene erforschen sich selbst“
  • Patientenverfügung (= Bochumer Willenserklärung), Behandlungsvereinbarungen
  • BPE-Kulturnetzwerk mit über 100 psychiatrieerfahrenen KünstlerInnen aller Sparten
  • Netzwerk psychiatrieerfahrener Profis,
  • Aktionskreis „T4-Opfer nicht vergessen!“
  • Berliner Weglaufhaus „Villa Stöckle“
  • Mitarbeit im Aktionsbündnis Seelische Gesundheit unter der Schirmherrschaft des BMG
  • Mitarbeit bei Forschungsprojekten, in Leitlinienkommissionen sowie bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in den verschiedensten Gremien u. a. im Inklusionsbeirat der Behindertenbeauftragten der Bundesregierung
  • Mitglied im Europäischen Netzwerk von Psychiatrie-Betroffenen ENUSP und im Weltverband WNUSP, beide anerkannte NGO-Beraterorganisationen

Was bringt die Mitgliedschaft im BPE?

  • Ich bekomme alle drei Monate den Verbandsrundbrief, Informationen über Aktionen und Treffen auf Landes- und Bundesebene, wichtige Gerichtsurteile, Seminare und Arbeitskreise zu verschiedenen Themen.
  • Ich werde automatisch zur Jahrestagung des BPE eingeladen, zahle als Mitglied eine niedrigere Teilnahmegebühr und lerne andere Betroffene kennen.
  • Erfahrungen anderer BPE-Mitglieder mit PsychiaterInnen, ÄrztInnen und AnwältInnen kommen mir zugute.
  • Ich erhalte Unterstützung beim Aufbau einer Selbsthilfegruppe.
  • Ich bekomme kostenlose telefonische Beratung zu Rechtsfragen im Zusammenhang mit der Psychiatrie, zu verschiedenen Therapien und zu Sozialhilfe.

Fördermitgliedschaft

Menschen ohne eigene Psychiatrieerfahrung können den BPE durch eine Fördermitgliedschaft unterstützen. Zum Dank erhalten sie den Rundbrief, ermäßigte Teilnehmergebühren bei den BPE-Jahrestagungen. Weitere Formen der Unterstützung können sein: Einladung von BPE-Mitgliedern zu Referaten oder Kulturbeiträgen, zu Weiterbildungsmaßnahmen, Kongressen und anderen Veranstaltungen, Verlinkung ihrer Website mit der BPE-Website oder Information des BPE über Missstände in psychosozialen Einrichtungen und Unterstützung bei der Beseitigung dieser Missstände.

Psychopharmaka- und Organisationsberatung

Tel. 0234-640 510-2, Matthias.Seibt@psychiatrie-erfahrene-nrw.de. Die Organisationsberatung ist für Psychiatrie-Erfahrene kostenlos. Bei der Psychopharmaka- Beratung ist der erste Anruf für alle kostenlos. Internet: www.bpe-online.de

Finanzierung

Der BPE finanziert seine Arbeit ausschließlich über Mitgliedsbeiträge, Privatspenden, Fördergelder der Krankenkassen und des Bundesministeriums für Gesundheit. Er nimmt kein Blutgeld von der Pharmaindustrie.

Kontaktadresse:

Herner Straße 406
44807 Bochum

Telefon: 0234 917907-31
Fax: 0234 6405103
E-Mail: vorstand@bpe-online.de
Internet: http://www.bpe-online.de

Spendenkonto:

Bank für Sozialwirtschaft Köln

IBAN: DE47 3702 0500 0007 0798 01
BIC: BFSWDE33XXX

Der BPE ist als gemeinnützig anerkannt,
Spenden sind steuerlich absetzbar.